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2015

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Straßen-Geo-Innovationspreis 2015:
Sieger kommt aus Jagstzell

Der Straßen-Geo-Innovationspreis 2015 wurde gestern vergeben. Den Preis überreichte Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, im Rahmen des Straßen Geo Kongresses 2015 in Kornwestheim bei Stuttgart.

Sieger wurde ein Projekt in der baden-württembergischen Gemeinde Jagstzell, bei dem eine zentimetergenaue Straßendatenerfassung mit einem schnellfahrenden Erfassungssystem der Firma eagle eye technologies durchgeführt wurde. Mit den Daten wurde ein Straßenkataster aufgebaut, dessen Basis erstmals mittels einer Befahrung generierte Bestandsdaten in einer absoluten Genauigkeit in Lage und Höhe von durchgehend unter einem Zentimeter bilden. Diese Informationen wurden mit Zustandsdaten, Vermögensbewertung und einem Erhaltungskonzept kombiniert.



Zweiter Sieger wurde ein kommunales Management System (KomMaS) der Stadt Pforzheim, mit dem sämtliche städtische Aufgaben rund um die Straße gemanagt werden. Softwarepartner der Stadt Pforzheim ist die BARAL Geohaus Consulting aus Reutlingen.

Dritter Sieger wurde die nordrhein-westfälische Stadt Bocholt, die mit der GDS Geo Daten Service aus Borken und anderen Dienstleistern in einem interdisziplinären Projekt verschiedenste Daten in ein stadtweit eingesetztes Auskunftssystem integriert hat. Grundlage bilden Panoramaaufnahmen, die durch eine Befahrung erfasst wurden und von der Stadt sowohl für Zustands- als auch für Vermögensbewertung der Straßen genutzt wurden.

Der Straßen-Geo-Innovationspreis prämiert jährlich herausragende Projekte, die als Leuchtturm und Bespiel dienen, um die vielfältigen Herausforderungen rund um die Erhaltung kommunaler Straßen zu meistern. Er wurde 2014 erstmals vergeben.  



Bilder: Ingo Kröner IK Fotodesign/sig media GmbH & Co. KG


Grußwort von Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist als Wirtschaftsstandort und als Transitland auf eine gut ausgebaute und intakte Straßeninfrastruktur angewiesen. Das Leitbild unserer Verkehrspolitik ist nachhaltige Mobilität. Dafür ist der kontinuierliche Erhalt des vorhandenen Straßennetzes eine wichtige Voraussetzung. Das Land investiert daher deutlich mehr Mittel in Erhalt und Sanierung von Straßen als in früheren Zeiten. Kontinuierlich erfassen wir mit modernen Methoden den Zustand der Bundes- und Landesstraßen und legen die Dringlichkeiten der Sanierung fest. Dank dieser Screenings in 100-Meter-Abschnitten wissen wir über den Zustand der Oberflächen wie des Unterbaus genau Bescheid.

Die Verbesserung der Verkehrssicherheit ist ein weiterer zentraler Bestandteil unserer Verkehrspolitik. Das Verkehrssicherheitskonzept der Landesregierung hat zum Ziel, die Zahl der Verkehrstoten, der Verletzten und der Sachschäden deutlich zu reduzieren. Bis zum Jahr 2020 soll die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent - ausgehend von 2010 - verringert werden. Langfristig streben wir die "Vision Zero" an. Dafür beinhaltet das Verkehrssicherheitskonzept ein ganzes Bündel an Maßnahmen: bauliche und technische Verbesserungen, mehr Informationen und Prävention sowie mehr Kontrollen.

Die ständig verbesserte passive Sicherheitstechnik der Fahrzeuge leistet einen großen Beitrag zum Rückgang der Verkehrstoten und Schwerverletzten. Aktive Sicherheitstechnik in Fahrzeugen wird darüber hinaus die Verkehrssicherheitsarbeit in Zukunft wesentlich unterstützen. Mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm, Abstandstempomaten, Spurassistenten, der Verkehrszeichenerkennung sowie der Car-to-X-Communication werden neue Möglichkeiten zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eröffnet. Mit dem autonomen oder automatisierten Fahren können wir in Zukunft menschliche Fehler kompensieren und reduzieren. Definierte Fahrsituationen, wie Kolonnenverkehr auf Autobahnen, könnten aus technischer Sicht bereits heute vollautomatisiert bewältigt werden.

Mit dem Einsatz von modernen und intelligenten Technologien in Fahrzeugen, eines modernen Verkehrsmanagements zur Verkehrssteuerung und -lenkung durch die Straßenverkehrszentrale Baden-Württemberg sowie einer gut erhaltenen Straßeninfrastruktur und -ausstattung sind wir auf einem guten Weg. Mehr Sicherheit beginnt aber auch im Kopf jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers: Eine Fahrkultur der Fairness, der Rücksichtnahme, Toleranz und des Miteinanders minimiert viele Risiken auf den Straßen.

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen spannenden Austausch und dem Kongress einen guten Verlauf.

Ihr

Winfried Hermann
Minister für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

Grußwort von Ursula Keck, Oberbürgermeisterin der Stadt Kornwestheim

Inmitten der Metropolregion Stuttgart gelegen, bildet die Stadt Kornwestheim einen wichtigen verkehrlichen Drehpunkt im Norden der Landeshauptstadt. Bereits die Römer führten von Stuttgart-Cannstatt kommend eine der ersten befestigten Straßenverbindungen über das heutige Kornwestheimer Stadtgebiet. Teile davon werden als archäologisches Zeugnis im Osten der Stadt der Öffentlichkeit präsentiert. Diese frühe Form der Verkehrsinfrastruktur bildete die Grundlage für die Entwicklung Kornwestheims zu einer lebenswerten Stadt mit 33.000 Einwohnern.

Die Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Kornwestheim. Damit das Verkehrsgeschehen städtebaulich verträglich funktioniert, wird der Schwerverkehr auf Straßenzüge geleitet, die eine direkte Anbindung der Gewerbegebiete an das übergeordnete Straßennetz gewährleisten. Die Innenstadt und Wohnquartiere werden durch die LKW-Lenkung von Lärmimmissionen deutlich entlastet.

Aktuell wird für die Stadt Kornwestheim ein Mobilitätskonzept erarbeitet, das die Belange aller Verkehrsarten berücksichtigt und eine funktional tragfähige Grundlage für das künftige Mobilitätsgeschehen in unserer Stadt darstellen soll.

Welche Bedeutung die Straßeninfrastruktur einnimmt, zeigt sich beim Blick in das Programm des Straßen-Geo-Kongress 2015. Erfreulich ist dabei, dass das Fachprogramm wesentlich erweitert wurde und zudem noch erstmals innerhalb von drei Tagen angeboten wird. Mit der Podiumsdiskussion "Kommunale Straße - Kleine Budgets, große Wirkung. Faktoren zur effizienten Straßenerhaltung" wird der Kongress zielführend eingeleitet und wird spannend mit der Vorstellung der Preisträger des Straßen-Geo-Innovationspreises 2015 beendet.

Als Oberbürgermeisterin freut es mich außerordentlich, dass der Straßen-Geo-Kongress 2015 in Kornwestheim stattfindet. Allen Beteiligten wünsche ich eine angenehme Zeit in unserem Kultur- und Kongresszentrum "Das K" und dem Kongress einen guten und erfolgreichen Verlauf.



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